T-City: Görlitz ist im Finale
verfasst: 14.12.2006 von www.t-city.goerlitz.de
Görlitz hat es im bundesweiten Wettbewerb T-City der Deutschen Telekom ins Finale geschafft. In einer Glückwunsch-Mail erklärte der zuständige Manager Jörg Bollow: „Die Entscheidung ist der unabhängigen Jury angesichts der Qualität der Bewerbungen nicht leicht gefallen. 52 deutsche Städte wollten T-City werden und haben dafür mehr als 1000 innovative Ideen eingereicht. Die Bewerbungen wurden gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Bonn nach den in den Teilnahmeunterlagen festgelegten Kriterien sorgfältig ausgewertet und der Jury zur Entscheidung vorgelegt.“
<img src="../img/blog/img/t_city.gif" width="470" height="65" border="0" alt="T-City Wettbewerb"><br><br>
Görlitz gehört damit zu den zehn Finalisten. Über diese Nachricht freute sich besonders der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick: "Wir haben mit einem engagierten Team eine qualifizierte Bewerbung abgegeben. Ich hoffe nun, dass Görlitz auch im Finale die Nase vorn hat und die Rolle des "ewigen Zweiten" ablegen kann. Bis dahin werden wir unsere Projekte weiter konkretisieren."
Görlitz war im Ausscheid um die Kulturhauptstadt Europas 2010, im Wettstreit um den Sitz der Bundesstiftung Baukultur und jüngst bei der Suche der Eberhard von Kuenheim Stiftung nach einer Modellstadt jeweils knapp am Sieg vorbeigerutscht.
Mit dem Einzug in die Endrunde hat Görlitz bereits Leistungen der Telekom in Höhe von 50.000 Euro sicher. Diese Prämierung erhalten alle Finalisten für die Umsetzung von besonders guten Einzelprojekten.
Die zehn Städte, die nun die Endrunde um den Städtewettbewerb „T-City“ der Deutschen Telekom bestreiten, sind: Arnsberg, Coburg, Frankfurt (Oder), Friedrichshafen, Görlitz, Kaiserslautern, Kamp-Lintfort, Neuruppin, Osterholz-Scharmbeck und Schwäbisch-Hall.
Fakt ist: Die Zeit bleibt knapp. Bis Ende Januar muss der Görlitzer Wettbewerbsbeitrag überarbeitet werden. Danach heißt es Daumendrücken bis zum 21. Februar. An diesem Tag wird die T-City gekürt. Die Siegerstadt kommt vorzeitig ans Breitbandnetz und erhält Unterstützung für Projekte und Investitionen in Höhe von rund 80 Millionen Euro.
Die vernetzte Stadt
Wo stehen wir?
Görlitz ist eine facettenreiche Stadt mit einer imposanten Entwicklung. Wohl keine andere deutsche Kommune zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner ist nach dem Ende der DDR so kraftvoll auferstanden. Internationale Besucher bestaunen die einmalige Komposition von 4.000 Baudenkmalen. Medienvertreter geben sich die Klinke in die Hand. Ergebnis einer eindrucksvollen Bewerbung um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2010“, die den David Görlitz bis ins Finale führte.
Görlitz ist lebens- und liebenswert. Ohne substanzverzehrende Hektik und Stress einer Großstadt. Hier entfalten sich immer mehr kreative Menschen. Sie genießen das Umfeld, welches den langen Atem europäischer Kultur- und Geistesgeschichte sinnlich erfahrbar macht. Hier entsteht sichtbar ein reizvolles Miteinander von Historie und Moderne: Wo früher Tuchmacher ihre Waren an Europas größter Handelsstraße Via Regia feilboten, programmieren heute kluge Köpfe. Laptop und Internet ersetzen Kutsche und staubige Pisten.
Görlitz stellt sich Herausforderungen europäischer Dimension - gemeinsam mit der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec. Der Grenzfluss Neiße ist in heißen Sommern fast trockenen Fußes zu überqueren. Und trennt doch als Folge des 2. Weltkrieges Menschen mit zwei Sprachen, Mentalitäten und Lebensstandards. Eine stabile Brücke werden mehrere Generationen bauen.
Görlitz hat natürlich auch Probleme. Aber darüber klagen wir nicht sondern lösen sie lieber.
Wo wollen wir hin?
4.000 Einzeldenkmale zieren Görlitz. Und was bleibt von uns? Wir Görlitzer des 21. Jahrhunderts wollen auch Spuren hinterlassen. Es werden keine steinernen Zeugnisse sein. Unsere Werkzeuge sind Mobiltelefone, Funk- und Kabelnetze, Laptops und PDA’s. Wir bauen eine vernetzte Stadt. Nicht um der Technik willen sondern um unsere Ziele zu erreichen. Wir streben nach sicheren Arbeitsplätzen, einer lebendigen Bürgerbeteiligung, wollen eine flexible dienstleistende Verwaltung, das lebenslange Lernen fördern, uns als europäische Kulturstadt profilieren und somit einen weltweiten Ruf für anspruchsvolle Touristen gewinnen. Für die immer größer werdende Zahl der „Alten“ suchen wir Lösungen für ein selbstbestimmtes und aktives Leben. Und schließlich soll die Europastadt Görlitz-Zgorzelec eines Tages miteinander verschmelzen.
Wie kann T-City dabei helfen?
Der bundesweite Wettbewerb T-City ist für die Görlitzer Ziele eine große Chance. In die Siegerstadt fließen bis 2011 mehr als 100 Millionen Euro. Görlitz wird damit vorzeitig ans Breitbandnetz angeschlossen und kann viele Projekte umsetzen, die jetzt nur auf Papier existieren. Ergreifen wir diese Chance gemeinsam! Zahlreiche Vertreter der Bürgerschaft entwickeln in den Bereichen Wirtschaft/Tourismus, Leben/Wohnen/Arbeiten, Kultur, Bildung, Gesundheit/Soziales und Verwaltung innovative Einzelprojekte. Sie hauchen dem Leitgedanken von der „vernetzten Stadt“ Leben ein. Aus allen Einzelprojekten entsteht somit ein Görlitzer Wettbewerbsbeitrag. Machen auch Sie mit bei der „T-City Görlitz“: Wie können moderne Informations- und Kommunikationstechnologien das Leben in Görlitz verbessern? Jede Idee ist willkommen und kann noch bis Mitte Oktober eingereicht werden.
T-City-Görlitz im Internet: <a href="http://www.t-city.goerlitz.de/" target="_blank" rel="nofollow"><B>www.t-city.goerlitz.de</B></a>
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