Uwe Banton im Interview

Uwe Banton im Interview

verfasst: 26.12.2006 von WHOOP!
Uwe Banton, ein Fels in der Brandung des Roots & Culture Reggae

Früher mit der Movements Band unterwegs, sang er auch schon mit Jah Meek zusammen für die Söhne Mannheims. Nun ist es soweit und er hat sein erstes Soloalbum "JAH ROOTS" auf MKZWO-RECORDS veröffentlicht.

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MKZWO: Was hat Dich musikalisch besonders geprägt?
Uwe: Bob Marley, Peter Tosh, Inner Circle (mit Jacob Miller), Burning Spear, Culture, also alles, was so gegen Ende der 70-iger Jahre an Reggae vertreten war. Aber auch U-Roy, Ranking Joe, Brigadier Jerry, Charlie Chaplin, Yellowman und die verschiedenen DJ's dieser Ära.

Wann war für Dich klar selber Musik zu machen?
Nun, ich kann mich daran erinnern, schon als kleines Kind geträumt zu haben, mit der Gitarre auf der Bühne zu stehen. Als ich anfing intensiv Bob Marley zu hören, hatte ich dann das Gefühl, diese Musik selber auch machen zu wollen. Als ich 1982 bei meinem zweiten Jamaika Aufenthalt Yellowman live auf einem Festival in Montego Bay gesehen habe, dachte ich zu mir selber: Wenn er das als so krasser Außenseiter schaffen kann, warum soll ich das dann nicht auch versuchen?

Du singst auf deutsch und englisch, wie siehst Du die augenblickliche Entwicklung in der deutschsprachigen Reggaeszene?
Durchweg positiv. Es zeigt, dass die neue Generation sich diese Kultur zu eigen gemacht hat und sich damit in hohem Maße identifiziert. So habe ich mir das vor 25 Jahren, als ich das erste mal damit in Berührung kam, gewünscht. Allerdings habe ich von Beginn an schwerpunktmässig meine Texte auf Englisch oder Patois geschrieben. Auch, weil ich viel mit Jamaikanern u.a. aus und in England zu tun hatte und für mich Englisch/Patois einfach die Sprache der Reggae Musik war, wollte ich mich in meinen Texten natürlich auch an die internationale Reggae Community wenden. Später, als wir mit der Band ja hauptsächlich im deutschsprachigen Raum auftraten, wurde mir klar, dass ich vor einem deutschen Publikum nicht so viel(e) erreichen konnte, wenn ich die ganze Zeit nur Patois singe.

Dein Album ist durch und durch "Concsious" wie wichtig sind für dich Inhalte?
Essentiell. Ich kann mir nicht vorstellen, meine Lieder mit belanglosen Inhalten zu füllen. Dafür ist mir die Zeit und die Musik zu wertvoll.

Wie lange hast Du an dem Album gearbeitet?
Die erste Aufnahme entstand 2004 für Ganjaman's Too Long Selection, das besagte "JAH Roots". Damals hatten wir aber noch kein Album geplant. Das ergab sich erst im Laufe der Zeit, als immer mehr Tunes zusammen kamen. Dann haben wir gedacht, Mensch, bald haben wir ein Album zusammen und haben noch ein paar Tracks produziert bis wir genug hatten.

Gibt es Künstler mit den Du gerne einmal zusammenarbeiten würdest?
Uuuh... viele. Speziell habe ich da keine Vorliebe. Ich sehe die ganze Reggae Community als eine große Familie an, und solange der Vibe stimmt, würde ich mich über jede Zusammenarbeit freuen.

Gibt es etwas was Du noch gerne loswerden möchtest oder den Menschen mit auf den Weg geben möchtest?
An alle, die das Licht in der Reggae Musik und in Rasta sehen: Haltet daran fest! Wir leben in der Zeit der Prophezeihungen. Alles, was geschrieben steht, wird in Erfüllung gehen. Macht Euch bewusst, auf welcher Seite Ihr steht. JAH's Königreich wird bald die Regentschaft auf der Erde antreten. Seid bereit.

Vielen Dank für das Gespräch!
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