das Wortschatz-Lexikon
verfasst: 29.01.2007 von WHOOP!
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» A
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» B
Bashment/Dance
sind ursprünglich aus Jamaika stammende Begriffe, welche für das Wort „Party“ stehen. Wobei sich jene Worte inzwischen stark in der Reggae-/Dancehallszene etabliert haben. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ein „richtiges“ Soundsystem bei der Party anwesend ist.
Battle
von engl. battle: Schlacht; Kräftemessen zwischen zwei MCs, das unterschiedliche Formen haben kann. Ein Battle kann entweder freestyle stattfinden oder ein Schlagabtausch von vorbereiteten, geschriebenen Battletexten sein. Meist wird ein solcher Battle von einer Jury oder dem Publikum bewertet.
B-Boy / B-Girl
(Subst.), engl. Breaking-Boy bzw. -Girl: ein männlicher oder weiblicher Breakdancer.
Beatbox
einen Beat oder ein Musikstück mit dem Mund erzeugen. Ursprüngl. im HipHop entstanden, da man beim Rappen auf der Straße auf irgendeinen Beat angewiesen war und es sich somit von selbst ergab, ihn improvisieren zu müssen.
Biter
jemand, der den Stil eines anderen Künstlers klaut und ihn als seinen Eigenen ausgibt und nutzt, ohne eigene kreative Ideen einzubringen.
Breakbeats
ist eine elektronische Musikrichtung, bei der, wie es der Name schon sagt, gebrochene Beats / Instrumentale kennzeichnend sind.
» C
Conscious
(dt. bewusst) wird vorrangig im Reggae und Rap verwendet und bezeichnet sozialkritische, politische, sowie tiefgründige Texte des Sängers bzw. Rappers. Conscious stellt eine Gegenbewegung zu aggressiven, sexistischen und teilweise menschenverachtenden Strömungen von Rap (bspw. „Battle-Rap“) oder Reggae/ Dancehall (bspw. „slackness Tunes“, siehe unten) dar. Conscious ist vielmehr eine Art, wie sich die Musiker selbst verstehen, was sie motiviert und welche Message sie zum Ausdruck bringen möchten, als ein eigenständiges Subgenre. Man könnte es auch mit einer geistigen Strömung betiteln. Die Wurzeln von Conscious Rap gehen zurück in die amerikanische Bürgerrechtsbewegung der 60er. Einer der ersten Conscious Rap Tracks war „The Message” von Grandmaster Flash & the Furious Five aus dem Jahre 1982. In der Reggaemusik wurzelt das bewusste Wort auf die Anfänge der Religion des Rastafarianismus um 1930.
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» D
Dancehall
ist eine auf Reggae aufbauende Musikrichtung, ist keine eigenständige Stilrichtung, sondern ursprünglich eine Bezeichnung für die Musik, die in den jamaikanischen Dancehalls/Tanzhallen gespielt wurden. Ein wichtiges Element des Dancehalls ist das Toasten, eine Art Sprechgesang. Dancehall wird heute oftmals als Synomym für Ragga verwendet. Beatlastige, tanzbare und im Vergleich zum Reggae wesentlich schnellere Instrumentale (Riddims), welche meist mit Synthesizern und Drumcomputern produziert werden, kennzeichnen diese Richtung. Die Texte der Sänger sind kaum noch so religiös, wie die des Roots-Reggaes, sondern behandeln systemkritische Themen, aber auch sexistische sowie homophobe Inhalte (gegen Homosexualität). In den letzten Jahren gab es eine starke Protestbewegung einiger Schwulenorganisationen. Die Homophobie der Rastafaris ist kulturell und religiös bedingt. In Jamaika ist Homosexualität immer noch eine Straftat.
Duplates
Metallplatte mit Lackbeschichtung, in welche ein Musikstück geschnitten wird. Diese ist dann ca. 80 Mal abspielbar, bevor sie abgenutzt ist. Vorwiegend wird der Begriff aber verwendet für einen Song, in dem ein Selectah oder ein Soundsystem von einem Sänger besungen und in höchsten Tönen gelobt wird.
» E
EP
(lang für Extended Play oder auch Extended Player) ein so genanntes „Mini-Album“. Es handelt sich meist um Tonträger (CD´s usw.), die man aufgrund der Menge ihrer Songs nicht als „Album“, aber auch nicht als „Single“ bezeichnen kann - Eine „EP“ steht also sozusagen zwischen „Album“ und „Single“.
» F
Fett (Synonym für „Tight“)
hat nicht´s mit der Figur zu tun, sondern heißt so viel wie Ausgezeichnet oder Exzellent.
Flow
Geschwindigkeit, Betonung und Rhythmus des Sängers bzw. Rappers - ein Textfluss, vorwiegend im Hip Hop
Freestyle
Wenn ein Künstler spontan und ohne Skizze, Text oder Plan sein Können vor Publikum zeigt und improvisiert, dann nennt man das Freestylen.
» G
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» H
Hardcore (HC)
harte und schnelle Form von Rockmusik mit Elementen des Metals und Crossover. Bedeutsam ist eine sehr schnelle und lange Doublebass, sowie Gitarrenharmonien und Riffs, ähnlich wie im Melodic Death Metal. Weiterhin bezeichnend sind geschriene Textpassagen, teilweise sogar Sprechgesang, im Wechsel mit melodischem Gesang. Außerdem beobachtet man auf modernen HC-Konzerten eine bestimmte Tanzform: „Violent Dancing“, welches Elemente aus Capoeira (brasil. Tanzkampfkunst) und Kick-Box-Bewegungen (natürlich nur gegen die Luft) einschließt.
» I
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» J
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» K
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» L
Loop
(dt. Kringel, Schleife), ist in der Musik ein Begriff dafür, wenn man stets eine bestimmte Sequenz bzw. einen bestimmten Teil eines Songs immer und immer wieder hintereinander abspielt.
» M
Massive/Crowd
Begriff für das Publikum; Massive, vorwiegend im Reggae Dancehall Genre.
MIDI
Das Musical Instruments Digital Interface ist eine digitale Schnittstelle (seit 1983 weltweiter Standard zum Synchronisieren von Geräten und Instrumenten) mit 16 Kanälen, jeweils einstellbar zwischen 0 - 127 (also 128 Werten) mit einer seriellen Datenübertragung über ein 5 poliges Datenkabel. Es verarbeitet Kanal-, System- und Kanalbetriebsartdaten.
» N
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» O
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» P
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» Q
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» R
Remix
Neuverfassung eines Musikstücks. Häufig wird dabei die Musikrichtung des Originals verändert, gern werden aber auch neue Melodien, Samples und andere Elemente eingebaut, wobei die Ursprungsfassung immer irgendwie erkennbar bleibt.
» S
Sampler
Gerät zum Aufnehmen (mittels Mikro), Speichern und Abspielen von Naturklängen.
Scratchen
(engl. „to scratch“, dt. „zerkratzen“) versteht man die „Kunst“ des Rhythmischen hin und her Bewegens einer laufenden Schallplatte bei aufgelegter Plattenspielernadel, wobei „Geräusche“ entstehen, welche sehr an ein „kratzen“ erinnern können. Das „Scratching“ hat sich stark in der HipHopszene etabliert, wo das „Scratching“ eines DJ´s mittlerweile zum “guten Ton“ gehört
Selecta(h)/Selector
Ist ein Begriff, der vorwiegend durch die Soundsystemkultur in Jamaika geprägt wurde und bezeichnet den „Soundman“(damaliger Begriff für S.), denjenigen, der Reggae, Dancehall, Soca und artenverwandte Musikrichtungen in Form von Vinyls auf den Plattenspielern abspielt. Der Selectah im Reggae ist das, was in anderen Musik-Genren der DJ ist. Im Reggae ist der DJ der Sänger bzw. „Anheizer“ der Soundsystemshows, bei denen der Selectah die Platten legt.
Sequenzer
gibt es als Hard- und Software. Man benötigt ihn um ein Musikstück zu arrangieren. Er enthält vorher programmierte Daten von Abfolge, Lautstärken und Effekten der im Song verwendeten Klänge (Sounds).
Skills
Raffinessen in der Ausübung verschiedener Künste, wie z.B. Rappen, Graffiti, Breakdance
Slackness
findet man vorrangig im Dancehall-Genre und beschreibt sexistische Texte, bei denen kein Blatt vor den Mund genommen wird.
Sound Check
Die Gesamteinstellung aller Musikinstrumente, Lautsprecher und Geräte der Musikanlage vor einem Konzert, einer Party oder im Studio. Dabei muss die erzeugte Musik an den Hall und andere akustische Besonderheiten des Raumes angepasst werden.
Soundsystem
bezeichnet ursprünglich eine „mobile Diskothek“, vor allem in der jamaikanischen Musikkultur. Kombination aus Leuten, die Platten auflegen und am Mikrofon das Publikum anheizen, vorwiegend im Reggae/Dancehall Genre zu finden. Die Soundsystemkultur entsprang in den 60ern auf Jamaika und hat großen Anteil an der Entstehung der Musikrichtungen Ska und Rocksteady. Soundsysteme haben sich mittlerweile auf der ganzen Welt verbreitet und auch auf andere Musikrichtungen übertragen.
Straight Edge (kurz: XXX)
Bezeichnung für einen Lebensstil und eine Protestkultur, hauptsächlich im Hardcore und Hardcorepunk angesiedelt. Der Begriff geht ursprünglich auf einen Song der Hardcore-Punk-Band „Minor Threat“ zurück. Die Lebensphilosophie umfasst die Abstinenz von Zigaretten, Drogen (natürlich auch Alkohol), Koffein und Promiskuität (sexuelle Freizügigkeit). Die Ernährungsweise der XXX-Bewegung ist der Veganismus (vollständiger Verzicht von tierischen Produkten: Milch, Butter, Eier…) was vorwiegend durch die Hardcoreszene anfangs der 80er Jahre geprägt wurde.
Synthesizer
(elektronisches Musikinstrument) erzeugt neue Klänge auf verschiedene Art. Dabei werden bestimmte Frequenzen herausgefiltert und so neue Klänge geschaffen. Synthesizer kannst du wie bei einem Modellbaukasten aus genau den Teilen zusammensetzten, wie du benötigst. Manche Teile sind nur zur Klangerzeugung notwendig, andere verarbeiten Klänge und wieder andere steuern die Geräte an, die den Klang dann letztendlich erzeugen. Oszillatoren dienen der Tonerzeugung, Effektgeräte und Sequenzer-Programme der Veränderung. Grundsätzlich sind Synthesizer entweder monophon, das heißt einstimmig, oder polyphon, also mehrstimmig.
» T
Tag
(engl.) gesprochen: tek, ist die Unterschrift eines Graffiti - Künstlers und dient der Verbreitung des eigenen bzw. des Crew-Namens. Eigentlich wird es neben, auf oder unter dem fertigen Bild platziert, meist aber per Stift, Dose oder ähnlichem an möglichst allem und fast überall hinterlassen.
Tight
Kommt aus dem Hip Hop Slang und beschreibt etwas Großartiges.
Trip Hop
ist ein elektronischer Musikstil, der durch langsame, den Hip Hop Instrumentalen ähnliche Rhythmen charakterisiert wird, welche durch Ausschnitte aus anderen Musikstücken (Samples) ergänzt und oft mit Frauenstimmen besungen werden. Entstanden ist dieser Stil am Anfang der 90er Jahre in der Region um Bristol (England) und wird daher auch als Bristol Sound bezeichnet.
» U
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